Das Mittelrheintal und seine Burgen

Seit 2002 ist das Obere Mittelrheintal ein Teil des UNESCO-Welterbes. Die wildromantische Kulturlandschaft Mittelrhein, zwischen Bingen und Koblenz, ist bekannt für ihre zahlreichen Burgen, Schlösser und Ruinen. Viele dieser Kulturstätten sind bis heute sehr gut erhalten geblieben. Eine davon ist die Burg Reichenstein. Neben dem Burghotel und dem Restaurant Puricelli finden Sie auf der Burg Reichenstein auch ein Museum, das Ihnen detailreiche Einblicke in die bewegte Vergangenheit der Region sowie in das Reichensteiner Burgleben gewährt.

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Das Mittelrheintal erstreckt sich über 67 Kilometer. Zu beiden Seiten des Rheins kann man dabei an die vierzig Burganlagen zählen. Eine Dichte an Burgen, die weltweit einzigartig ist. Warum die Region mit derart vielen Burganlagen aufwarten kann liegt im Rhein begründet.

Der Rhein war im Mittelalter eine der wichtigsten Handelsrouten zwischen Norden und Süden. Die Fürsten und Adeligen der Region Mittelrhein errichteten die Burgen nicht nur als Trutz- und Wohnburgen, sondern auch als Zollstationen, um von den zahlreichen Händlern und Schiffsleuten auf dem Rhein Geld und Zölle einzuheben. Und das nicht zu knapp!

In der Zeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts bis ins späte 19. Jahrhundert hinein erfuhr das Mittelrheintal eine neue Blütezeit. Die Ära der sogenannten Rheinromantik zog zahlreiche Maler, Dichter und Denker an den Rhein. Hier, an den Ufern des mystischen Flusses galt es noch „Echtes“ und „Unverfälschtes“ zu entdecken. Die malerischen Hänge mit ihren Weinreben beiderseits des Rheins, die dunklen Wälder und pittoresken Ortschaften, die sich an die schmalen Uferleisten schmiegten, galten als Inbegriff einer wildromantischen Ideallandschaft – gekrönt von zahlreichen Burgen, Schlössern und Ruinen. Der Landschaftsmaler William Turner konnte der Schönheit der Rheinregion ebenso wenig widerstehen, wie der Dichter und Poet Heinrich Heine. Ob eindrucksvolle Gemälde oder Heines Loreley-Gedicht: das Mittelrheintal hat bis heute nichts von seinem Reiz verloren.

Anders als die meisten Burgen im Mittelrheintal, thront die privat geführte Burg Reichenstein nicht auf einem Bergrücken, sondern auf einem Felsvorsprung – fast direkt über dem Rhein. Oftmals dem Verfall preisgegeben, wurde die Burg Reichenstein – wie viele andere Burgen im Oberen Mittelrheintal – im Zeichen der Rheinromantik revitalisiert. Nach ihrem Umbau von 1899 bis 1902 in eine neugotische Wohnburg, wurde die Burg 1936 schließlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei wurde versucht, der originalen Wohnsituation des ausgehenden 19. Jahrhunderts so nahe wie möglich zu kommen. Komplettiert wurde die Ausstattung der einzelnen Museumsräumlichkeiten durch weitere Möbelstücke und Exponate aus dem originalen Privatfundus der Besitzerfamilie. Ein einzigartiges Ambiente, das Gäste und Museumsbesucher aus aller Welt verzaubert.

Die Burg Reichenstein und ihre bewegte Geschichte

1100 - 1200

Vermutliche Entstehungszeit der Reichenstein als Lehensburg durch die Vögte des Klosters Kornelimünster bei Aachen.​

1213

Erste urkundliche Erwähnung der Burg als „castrum Richenstein“, in der Philipp III. von Bolanden als Burgherr über die Burg Reichenstein und die Vogtei Trechtingshausen angegeben wird.

1282

Eroberung und Zerstörung durch Rudolph von Habsburg. Die Burg Reichenstein wird mit einem Wiederaufbauverbot belegt.​

ab 1344

Übergabe der Ruine Reichenstein durch die rheinischen Pfalzgrafen an das Kurfürstentum Kurmainz. Neubau einer Hauptburg mit einer doppelten Ringmauer, einem Innenhof und rechteckigem Wohnturm sowie einer nördlich vorgelagerten Vorburg. ​

ab 1500

Infolge des Pfälzischen Erbfolgekriegs bleibt die Burg Reichenstein ihrem Verfall überlassen.​

ab 1834

Neuerlicher Umbau der Ruine und des Turms zu einer Wohnburg sowie zweimaliger Besitzerwechsel.​

1899 - 1902

Der vermögende Industrielle und neue Besitzer der Burg Reichenstein, Baron Dr. Nikolaus Kirsch-Puricelli, lässt die Burg in eine neugotische Wohnburg im englischen Stil umbauen. ​

Die Wiedererweckung der Burg Reichenstein

Aufgrund einer bemerkenswerten Vermählung stieg die Familie Puricelli zu den wirtschaftlich einflussreichsten und erfolgreichsten Familien Deutschlands auf. Carl Anton Puricelli, der Sohn der italienischen Einwandererfamilie, heiratete Mitte des 18. Jahrhunderts Margarethe Utsch, die Tochter des Jägers aus Kurpfalz. Durch die Verehelichung der beiden ging die Rheinböllerhütte – die damals die größte Eisenhütte des Hunsrücks war und der Familie Utsch gehörte – in den Besitz der Familie Puricelli über. Eine repräsentative Immobilie, die dem neuen gesellschaftlichen Status entsprach, musste gefunden werden. Eine Suche, die mit der Burg Reichenstein ihr Ende fand. Denn die Burg entsprach allen Ansprüchen der Familie. Einerseits befand sie sich in unmittelbarer Nähe des mächtigen preußischen Herrscherhauses. Andererseits repräsentierte die Reichenstein aufgrund ihrer exponierten Lage die nötige Distanz und Überlegenheit gegenüber der bürgerlichen Welt.

Leben wie vor 120 Jahren auf der Burg Reichenstein am Mittelrhein​

Wenn man heute durch das Burginnere flaniert, wird man vom Flair und Wohngefühl von einst sofort in den Bann gezogen. Die Burg wurde ab 1899 durch die Industriellenfamilie Baron Dr. Nikolaus und Olga Kirsch-Puricelli in eine komfortable Wohnburg umgebaut. Dem damaligen Architektur- und Wohngeschmack des Historismus entsprechend, entschied man sich für den Stil der englischen Neugotik. Darüber hinaus ließ die Familie noch weitere Wohnbauten sowie einen Aussichtsturm auf dem Gelände der Vorburg errichten. Die Kirsch-Puricellis lebten bis 1936 auf der Burg Reichenstein.
Seit 2014 befindet sich die Burg wieder im Familienbesitz eines Urenkels der Kirsch-Puricellis. Dieser ließ neuerliche Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an der Reichenstein vornehmen. Schon im Jahr darauf (2015) konnten das Burghotel sowie das Restaurant Puricelli, in der ehemaligen Vorburg der weitläufigen Burganlage gelegen, ihre Pforten öffnen. Von den zahlreichen Burgen am Mittelrhein ist die Reichenstein nun eine weitere Burganlage, die sich im Besitz einer Familie befindet und privat geführt wird.

Wenn Sie mehr zur Geschichte der Burg Reichenstein erfahren möchten, legen wir Ihnen einen Besuch in unserem Burgmuseum ans Herz. Lassen Sie sich dabei von unserem Audioguide durch das geschichtsreiche Burggemäuer führen. Noch mehr Informationen finden Sie auch in unserem Burgführer, den Sie in unserem Burgshop erwerben können.

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Geschichten und Sagen rund um die Burg Reichenstein am Mittelrhein

Die zahlreichen Burgen im Mittelrheintal sind wie gemacht, um Gruselgeschichten und schaurige Legenden in Umlauf zu bringen. Auch die Burg Reichenstein ist ein Ort, an dem nicht nur Liebesglück erblühte, sondern an dem sich so manche Gruseltat ereignet haben soll. Aber lesen Sie selbst!

Einst lebte auf Burg Reichenstein ein junger Ritter. Dieser war unsterblich in eine junge Dame auf der Nachbarburg Rheinstein verliebt. Eine Liebe, die das Burgfräulein von ganzem Herzen erwiderte. Von einer seiner Reisen brachte der Ritter seiner Angebeteten sogar einen prächtigen Schimmel als Geschenk mit. Gemeinsam ritten die beiden jungen Leute durch die Wälder der Umgebung. Ihre Liebe zueinander wurde immer größer und sie beschlossen zu heiraten.

Da es damals Sitte war, dass ein sogenannter Brautwerber um die Hand der Geliebten beim Brautvater anhalten musste, wählte der junge Rittersmann dafür seinen Onkel aus. Dieser machte sich alsbald auf seinen Weg zur Burg Rheinstein, um für seinen Neffen das Ja-Wort einzuholen. Doch wie es das Schicksal will, war es um den Onkel geschehen, als er das Burgfräulein erblickte. Schnell vergessen war sein eigentliches Ansinnen. Nun war es der Onkel selbst, der das Burgfräulein zur Frau begehrte. Auch der Brautvater überlegte nicht lange – schien ihm der Onkel doch eine weit bessere Partie für seine Tochter zu sein. Alles Klagen und Flehen half nichts. Das Burgfräulein wurde dem Onkel zur Frau versprochen.

Am Tag der Hochzeit brach die Hochzeitsgesellschaft zur Clemenskapelle auf, wo die Trauung vollzogen werden sollte. Wieder schlug das Schicksal zu. Unterwegs wurde das Pferd des Onkels und Bräutigams von einer Hornisse gestochen. Das sich wild aufbäumende Pferd brachte den ganzen Hochzeitszug durcheinander und ein riesiges Chaos entstand.

Eine gute Gelegenheit, auf die die Braut nur gewartet hatte. Schnell machte sie sich davon in Richtung Burg Reichenstein. Ein Weg, den ihr Schimmel nur allzu gut kannte. Noch ehe Brautvater und Bräutigam die flüchtende Braut einholen konnten, erreichten Pferd und Reiterin in allerletzter Sekunde die Burg Reichenstein. Kaum war das mächtige Tor hinter den beiden geschlossen, standen auch schon die wütenden Verfolger vor dem verschlossenen Burgtor. Beim Versuch, die wehrhaften Mauern der Burg Reichenstein zu erklimmen, stürzte der hinterhältige Onkel so unglücklich, dass er bald darauf verstarb.

So blieb dem reuigen Brautvater nichts anderes übrig, als einzusehen, dass er der Liebe zwischen seiner Tochter und dem jungen Ritter von Reichenstein nicht mehr im Wege stehen durfte. Bald darauf wurde wieder Hochzeit gefeiert und das junge Paar lebte fortan noch viele Jahre glücklich und zufrieden auf der Burg Reichenstein.

Es ist eine historisch belegte Tatsache, dass Rudolf von Habsburg mit seinen Mannen im Jahr 1282 die Burg Reichenstein erobert hat. Im Zuge dieser Belagerung wurden die Reichensteiner Raubritter überwältigt und auf den nächstbesten Bäumen erhängt. Nur der Anführer der Raubritter, Dietrich von Hohenfels, konnte fliehen. Soweit die geschichtlichen Fakten. Doch eine alte Sage erzählt diese Geschichte ein bisschen anders. Nämlich so:

Dietrich von Hohenfels, der letzte noch lebende Raubritter auf der Burg Reichenstein flieht nicht. Vielmehr fleht er König Rudolf an, seine neun Söhne zu verschonen und am Leben zu lassen. Rudolf lehnt diese Bitte ab und schlägt stattdessen vor, ein „Gottesurteil“ darüber entscheiden zu lassen. Als Richtstätte diente jene Stelle, an der heute die Clemenskapelle steht. Zur Urteilsverkündung mussten sich alle Söhne in Reih und Glied nebeneinander aufstellen. Daraufhin erhob König Rudolf das Wort:

„Sieh nun, du Mordgeselle, dort stehen deine Söhne. Gleich wird dein Kopf im Sande rollen, doch wenn du es dann noch schaffst, an der Reihe deiner Brut entlangzulaufen, so will ich all denen das Leben schenken, die du passiert hast.“

Gefasst lauschte Dietrich von Hohenfels den Worten des Königs und warf schweigend einen Blick auf den Weg, den er – bald kopflos – entlanglaufen sollte, um möglichst vielen seiner Söhne das Leben zu retten.

Und so geschah es auch. Schon im nächsten Moment rollte Dietrichs Kopf durch den Sand. Nun setzten Momente des Grauens und Gruselns ein, die allen Anwesenden eisige Schauer über den Rücken jagten. Dietrichs blutender Leichnam fiel nicht zu Boden. Er wankte nur kurz. Dann begann der Mann ohne Kopf die Reihe seiner Söhne unsicheren Schrittes entlangzugehen. Erst als er am letzten seiner neun Söhne vorüberwankte, stürzte der kopflose Körper des einst gefürchtetsten Raubritters des Mittelrheintals auf den Boden. Dabei soll sich ein hohe Blutfontäne, die aus dem Halsstumpf hervorschoss, auf die Umstehenden ergossen haben. Rudolf von Habsburg, so will es die Legende weiter, hat kreidebleich und am ganzen Leibe zitternd, die neun Söhne verschont und sich so schnell er konnte davon gemacht.

Auch um die, sich etwa 200 Meter unterhalb der Burg Reichenstein befindliche Clemenskapelle ranken sich verschiedene Legenden. Eine davon besagt, dass die Angehörigen jener Raubritter, die von Rudolf von Habsburg hingerichtet worden sind, die Kapelle errichtet haben. Genau an jener Stelle, wo Rudolf einst sein „Gottesurteil“ sprach und der „Mann ohne Kopf“ das Leben seiner neun Söhne rettete.

Eine andere Legende erzählt von einem Holzflößer aus den Niederlanden, der auf dem Rhein in einen fürchterlichen Gewittersturm geraten war. Sein Floß – und einziges Vermögen – drohte dabei an einer der tückischen Rheinklippen zu zerschellen. Der Flößer flehte zu Gott, er möge ihn und sein Floß retten. Gleichzeitig versprach er als Dank für die Rettung seines Floßes, an der Stelle eine Kirche zu errichten, wo er es wiederfände. Tatsächlich fand er es nach dem Unwetter an einer Sandbank unterhalb der Burg Reichenstein wieder. Wie versprochen, errichtete er am rettenden Rheinufer die heutige Clemenskapelle.

Im Zuge der Rheinromantik des 19. Jahrhunderts, besuchte auch der französische Schriftsteller Victor Hugo die Burg Reichenstein, die bei seinem Besuch noch eine Ruine war. Dabei hielt Hugo folgende Entdeckung schriftlich fest:

„Als ich so fortschritt, fiel mein Auge auf die Ecke eines Grabsteins, welche aus dem Schutt hervor sah. Eifrig beugte ich mich nieder. Mit Händen und Füßen beseitigte ich den Schutt und in wenigen Augenblicken hatte ich eine sehr schöne Grabplatte des vierzehnten Jahrhunderts aus rotem Heilbronner Sandstein enthüllt. Auf dieser Platte lag, fast halb erhaben, ein vollkommen gerüsteter Ritter, welchem aber der Kopf fehlte. Unter den Füßen dieses Mannes von Stein stand folgendes, aber immer noch deutlich lesbares Distichon in großen römischen Anfangsbuchstaben

„VOX TACUIT. PERIIT LUX. NOX RUIT ET RUIT UMBRAVIR CARET IN TUBA QUO CARET EFFIGIES“

Von welcher Person sprachen diese, an Inhalt traurigen, an Form barbarischen Verse? Durfte man dem zweiten Verse am Steine glauben, so fehlte dem Gerippe unten so gut, wie dem Bildnis oben der Kopf. Was bedeuten die drei X, welche durch ihre besondere Größe so auffallend aus der übrigen Schrift hervortraten? Indem ich die Platte aufmerksam betrachtete und mit einer Handvoll Gras vollends reinigte, bemerkte ich um das Bild herum noch andere fremdartige Zeichen. Es waren die drei X in dreifach verschiedener, fantastisch, verschlungener Form. Weiteres habe ich nicht von dem geköpften, geheimnisvollen Ritter erfahren. Trauriges Schicksal! Welches Verbrechen hat dieser Unglückliche wohl begangen? Die Menschen haben ihn mit dem Tode, die Vorsehung mit Vergessenheit belegt. Finsternis auf Finsternis. An dem Bildnisse fehlt der Kopf, in der Legende sein Name, seine Geschichte im Gedächtnis der Menschen. Sein Grabstein wird ohne Zweifel bald verschwinden. Ein Weinbauer von Soneck oder Rupertsberg wird ihm eines schönen Tages nehmen, die Asche des verstümmelten Gerippes, dass er vermutlich noch bedeckt, mit den Füßen zerstreuen, das Gestein zerhauen und aus dem Grabesdeckel das Gesimse einer Wirthshausthüre machen. Und die Bauern werden sich trinkend herumsetzen und die alten Weiber werden spinnen, und die Kinder werden lachen um die Bildsäule des Namenlosen, der einst vom Henker enthauptet und jetzt von einer Mauer zersägt wird.“

Die von Hugo beschriebene Grabplatte wurde tatsächlich nie gefunden. Vielleicht hat sie ein Trechtingshausener Winzer zerschlagen, um die Bruchstücke anderweitig zu verwenden? Oder die Platte ist im Zuge der Wiederaufbauarbeiten der Burg Reichenstein zerstört oder übermauert worden? Denn an welcher Stelle genau Victor Hugo die Grabplatte gefunden hatte, weiß niemand. Auch, ob die Burg Reichenstein neben diesem Mysterium vielleicht noch weitere Geheimnisse birgt, weiß bis dato niemand zu berichten.

Ahnengalerie

Friedrich Wilhem Utsch

Der „Jäger aus Kurpfalz“ Vater von Margarethe Utsch

Margarethe Puricelli

geborene Utsch, Tocher von Friedrich Wilhelm Utsch

Carl Anton Puricelli

Ehemann von Margarethe Puricelli, Schwiegersohn von Friedrich Wilhelm Utsch

Hermann Puricelli

Enkel von Margarethe & Carl Anton Puricelli Vater von Olga Kirsch- Puricelli, geborene Puricelli

Olga Kirsch- Puricelli

geborene Puricelli, Frau von Baron Dr. Nikolaus Kirsch- Puricelli (Kirsch)

Baron Dr. Nikolaus Kirsch-Puricelli

Ehemann von Olga Kirsch-Puricelli, geborene Puricelli